Niclas Hornung
Würzburg, 16. März 2021

Junge Liberale Unterfranken fordern Ende des pauschalen Lockdowns und Übergang zu Hygienekonzepten

Die Jungen Liberalen Unterfranken fordern ein Ende des pauschalen Lockdowns. Dieser war zwar notwendig, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, zum aktuellen Zeitpunkt sei der Lockdown allerdings ungerechtfertigt.  

Weitergehend würde eine reine Betrachtung der Inzidenz zum jetzigen Zeitpunkt die komplexe Pandemiesituation nicht mehr angemessen berücksichtigen. Wichtiger sei es nun verstärkt Faktoren wie Todeszahlen und die Krankenhausauslastung zu betrachten. Auch müsse man die psychische Belastung und die massiven Folgen für die Bildung junger Menschen im Blick haben. Die wichtige Bedeutung der Schule sei in der Pandemie zu lange vernachlässigt worden. 

Evidenzbasierte Öffnungsstrategie statt Lockdown 

Deshalb fordern die JuLis Unterfranken statt eines Lockdowns eine evidenzbasierte Öffnungsstrategie. Im Mittelpunkt dieser soll ein Übergang zu Hygienekonzepten im Handel und der Gastronomie stehen. So sollen Restaurants, Hotels und der Einzelhandel wieder öffnen dürfen, wenn diese strenge Hygienekonzepte umsetzen. Im Gegensatz zum letzten Sommer und Herbst können die Hygienekonzepte nun durch eine FFP2-Maskenpflicht und Corona-Schnelltests ausgeweitet werden. So wäre zum Beispiel ein Hotelbesuch nur unter Vorlage eines negativen Corona-Schnelltests erlaubt. Auch in der Gastronomie kann die breite Verfügbarkeit von Corona-Schnelltests Infektionen verhindern und eine Öffnung ermöglichen. Der Bezirksvorsitzende Lucas von Beckedorff dazu: „Wir brauchen ein Ende des Shutdowns. Neben den enormen wirtschaftlichen Schäden verursacht dieser auch verstärkt psychische Leiden durch das Stilllegen des sozialen Lebens. Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken, indem wir auf sichere Hygienekonzepte vertrauen.“  

Impfen ist der Weg aus der Pandemie – auch mit AstraZeneca 

Dabei spiele auch das Impftempo eine wichtige Rolle. Je schneller die Risikogruppen geimpft werden würden, desto geringer wäre das Risiko für schwere Krankheitsverläufe. „Die Bundesregierung muss endlich ihre Fehler in der Impfstoffbeschaffung eingestehen und das Impftempo hochfahren. Es ist inakzeptabel, dass Deutschland beim Impfen anderen Ländern so hinterherhängt und damit Leben gefährdet“, so von Beckedorff. 

Kritik übten die JuLis Unterfranken auch an der Aussetzung der Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff. Die Bundesregierung solle konkrete Gründe vorlegen, warum man in einer so angespannten Lage die Impfungen aussetze. Die geringe Zahl an Thrombosefälle bei AstraZeneca Impfungen sei nicht ausreichend, um eine so dringend notwendige Impfung auszusetzen. Deshalb halte man den Impf-Stopp auf Grundlage der vorliegenden Daten für einen Fehler. 

 

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Über die Jungen Liberalen Unterfranken 

 

Die Jungen Liberalen (JuLis) Unterfranken sind die offizielle Jugendorganisation der Freien Demokraten (FDP) Unterfranken. Als Untergliederung der JuLis Bayern e. V. verstehen sie sich jedoch als inhaltlich und organisatorisch unabhängig. Ihr Bezirksvorsitzender ist seit Dezember 2019 Lucas von Beckedorff.