Florian Kuhl
Großostheim, 23. März 2017

CSU soll falsches Spiel um den Nationalpark im Spessart beenden!

Die Jungen Liberalen Unterfranken (JuLis) kritisieren das Vorgehen der Bayerischen Staatsregierung rund um den geplanten Nationalpark Spessart scharf. "Weder die Bedenken rund um die Holzrechte, noch die Bedenken der Jägerschaft wurden bisher ausgeräumt. Klare Fakten und Konzepte hat die Staatsministerin Scharf (CSU) bis jetzt nicht vorgelegt. Das ist für uns ein schlechter Politikstil, angesichts der sehr heftig geführten Diskussion vor Ort, dass hierbei einer der größten Kritiker ein Landtagsabgeordneter der CSU ist, unterstreicht die Absurdität dieses CSU-Schauspiels", erklärt Max Bruder, Bezirksvorsitzender der JuLis.

Aus Sicht der Jungen Liberalen sprechen die wichtigsten Argumente gegen einen Nationalpark. Die nun geplante räumliche Ausgestaltung bekräftigt sie in ihrer Haltung. Dazu meint Bruder weiter: "Einen Bereich mitten im Spessart, getrennt durch eine vielbefahrene Autobahn und umgeben von etlichen Gemeinden, die stark von der Forstwirtschaft leben, auszuwählen, zeugt nicht gerade vom Gestaltungswillen. Es wird immer deutlicher, dass hier mit Steuergeldern ein Prestigeobjekt aufgebaut werden soll. Umweltschutz wird damit allerdings nur vorgetäuscht. Statt viele Millionen in einen Nationalpark zu investieren wäre das Geld in der bayernweiten Förderung von Projekten zum Umwelt- und Artenschutz besser angelegt!"

Die Argumente der Staatsregierung sind für die Jungen Liberalen intransparent. Den Spessart als gepflegte Kulturlandschaft teilweise in einen Urwald verwandeln zu wollen wird nicht funktionieren und widerspräche der eigentlichen Grundidee (eine Landschaft zu erhalten) eines Nationalparks. "Weiterhin bleibt auch völlig schleierhaft wie eine ordentliche (waidgerechte) Jagd angesichts der hohen, zu erwartenden Schwarzwild-Population möglich werden kann. Bei so vielen offenen Fragen sollte die Staatsministerin von ihrem Ansinnen erst mal ablassen, anstatt die Bürger vor Ort weiter durch  Desinformation und Intransparenz gegeneinander auszuspielen", fordert Bruder abschließend